Schweiz (2018)
Luzern - Brugg - Koblenz - Laufenburg (3 Tage)
Route
| Datum | Strecke | Distanz | Uebernachtung |
| 11.05.2018 | Luzern - Rothenburg - Hochdorf | 20 km | Privat |
| 12.05.2018 | Hochdorf - Lenzburg - Brugg | 48 km | Jugendherberge |
| 13.05.2018 | Brugg - Koblenz - Laufenburg | 38 km | |
| Total Distanz | 106 km |
Tagebuch
Donnerstag, 10.05.2018
Die diesjährige Familien Fahrradtour über die Auffahrts-Tage haben wir wetterbedingt etwas gekürzt. So sind wir am Auffahrts-Donnerstag erst gegen Mittag in den Zug nach Luzern gestiegen. Mit an Board, 2 Erwachsene, 2 Kinder (5 1/2 und 1 1/2 jährig), 2 Erwachsenen Fahrräder, an einem davon der Follow-me montiert, 1 Kinderfahrrad 20 Zoll, 1 Kinderanhänger. Wohl dank dem trüben Wetter war es kein Problem, all diese Fahrräder/Anhänger im Zug zu platzieren, womit die erste Herausforderung schon mal gemeistert war. Nachdem wir das Mittagessen im Zug eingenommen hatten, erreichten wir gegen 13.00 Uhr Luzern (434 m.ü.M.). In Regenmontur starteten wir dann gegen 13.20 Uhr, der nationalen Nord-Süd Route 3 folgend, zunächst am Wahrzeichen der Stadt Luzern, der Kapellbrücke, vorbei und schliesslich entlang der Reuss (mit schöner Grillstelle und Spielplatz) rasch stadtauswärts Richtung Emmenbrücke. Die Route führte dann aufwärts nach Rothenburg (488 m.ü.M.) wo wir dann im Tierpark „Toni‘s Zoo“ eine erste grössere Pause machten. Gerade als wir uns nach der Besichtigung der Tiere zum Restaurant aufmachten, ergossen sich starke Regenschauer über uns. Glück muss man haben. Als wir uns schon damit abgefunden hatten, die restlichen knapp 9 km bis Hochdorf im Regen zu fahren, hörte dieser plötzlich wieder auf und so konnten wir nach einem Kurzbesuch beim Reiterhof Wegscheiden, die Fahrt durch den schönen Chlewald, vorbei an einigen Bauernhöfen bis hinunter nach Hochdorf bei wieder trockenen Verhältnissen geniessen. Gegen 17.15 Uhr erreichten wir nach 20 km Fahrt unseren Uebernachtungsort.
Freitag, 11.05.2018
Um 09.30 Uhr starteten wir in Hochdorf (474 m.ü.M.) bei sonnigen Verhältnissen zur 2.Etappe. Wir folgten der Seetal-Bözberg Route 56 durch landwirtschaftliches Gebiet mit vielen Bauernhöfen, oft mit eigenem Hoflädeli, genossen regelmässig die Aussicht auf den Baldeggersee und später den Hallwilersee. Der Strassenbelag wechselte dabei regelmässig zwischen Asphalt und Schotter, was aber auch mit Anhänger gut zu bewältigen war. Nach einem kurzen Aufstieg nach Meisterschwanden (505 m.ü.M.) folgte die Abfahrt hinunter ins Arbeiterstrandbad (mit Campingplatz) Tennwil am Hallwilersee (449 m.ü.M.). Auf dem Spielplatz dort bewegten wir nochmals unsere Beine und probten unsere Kletterfähigkeiten, besonders wichtig für unseren Jüngsten im Fahrradanhänger, bevor wir uns das Mittagessen gönnten. Gestärkt und nur mit wenig Steigungen fuhren wir durch schöne Feldwiesen und Waldgebiete Richtung Lenzburg und erreichten wenig später die Aare. Diese überquerten wir und folgten am östlichen Rand des Juraparks Aargau weitgehend dem Flussverlauf der Aare und erreichten nach 48 km gegen 15.30 Uhr die Jugendherberge in Brugg (342 m.ü.M.), welche sich im wunderschönen Schlössli Altenburg befindet. Durch unsere frühe Ankunftszeit hatten wir noch Zeit, den nahen grossen Spielplatz aufzusuchen und im Schwimmbad (Frei- und Hallenbad) nebenan Getränke und Glace zu holen (da wir nicht mit so warmem Wetter gerechnet hatten, blieben unsere Badekleider im Schrank zuhause). Am Abend staunten wir dann in der Jugendherberge, wieviele Familien mit ihren Kinder mit dem Fahrrad unterwegs waren und hier übernachteten. Vor der Jugendherberge standen etliche Fahrräder mit Follow me, Kinderfahrräder, Kinderanhänger etc. und so ergaben sich ein paar interessante Gespräche am Esstisch draussen.
Samstag, 12.05.2018
Zu unserer letzten Etappe starteten wir gegen 09.20 Uhr, wohl motiviert durch die anderen Kinder der Jugendherberge begann auch unsere Tochter die Tour auf ihrem eigenen Velo (also ohne Follow me). Auf der Aare-Route 8 Während ca. 8 km über Asphalt und Schotterwege inkl. einem ersten knackigen Aufstieg unmittelbar nach der Ortschaft Stilli reichte ihre Motivation bei sonnigen, warmen Wetter aus, danach benötigte sie etwas Erholung. Auch unsere Kräfte wurden danach noch zweimal stärker als erwartet gefordert. Die Steigungen nach Villigen (mit Schwimmbad) und später hoch zum Schmidberg (387 m.ü.M.) bei Böttstein hatten es in sich, primär weil sie sehr steil waren und sich allesamt innerhalb 5 km befanden. Da darf die offizielle Bewertung „leicht“ zumindest im Zusammenhang mit jüngeren Kindern durchaus hinterfragt werden (dies gilt nur für diesen Abschnitt). Wir genossen jedoch im ersten Teil immer wieder schöne Abschnitte mit naher Sicht auf die Aare und beim Beobachtungsturm am Klingnauer Stausee machten wir einen Halt, um den 10m hohen, öffentlich und gratis zugänglichen Turm zu besteigen und die Tierwelt, primär der reichen Vogelwelt, zu besichtigen. Als wir dann weiterfahren wollten, überraschte uns dann ein platter Hinterreifen, welcher unsere Weiterfahrt sowie das anstehende Mittagessen kurzerhand etwas verzögerte. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir Koblenz, wo die Aare in den Rhein mündet. Nach der Mittagspause verabschiedeten wir uns von der Aare und setzten die Route nun auf der Rhein-Route 2 Richtung Laufenburg fort. Der Abschnitt führte öfters auf Schotterwegen vorbei am Kernkraftwerk Leibstadt, entlang der Bahnlinie, dem Rhein bis nach Laufenburg, wo unsere Fahrradtour gegen 15.40 Uhr mit einer Tagesetappe von 38 km bzw. einer Tourdistanz von 106 km endete. Mit der S Bahn gings dann problemlos zurück nach Basel.
Fotos
Auffahrt 2018