Mazedonien

Biker Infos

Allgemeines:
Mazedonien ist ein Binnenland in Südeuropa. Es grenzt im Norden an Serbien, im Nordwesten an den Kosovo, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland und im Westen an Albanien. Der Fluss Vadar entspringt im Sar Planina Massiv und durchfliesst das gesamte Land in Richtung Südosten. Das Land westlich des Flusses Vardar ist sehr gebirgig, östlich davon eher flach. Der höchste Berg des Landes ist der "Korab" auf der Grenze zu Albanien und erreicht 2764 m.ü.M. Im Südwesten des Landes liegen auf 700m bzw. 900 m der Ohridsee sowie der Prespasee, beide zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. In dieser Gegend befinden sich auch die Nationalparks Galicica sowie Pelister. Der dritte Nationalpark des Landes (Mavrovo) befindet sich ebenso im Westen des Landes.

Klima /Wetter:
Mazedonien liegt im Uebergangsgebiet zwischen dem mediterranen und dem kontinentalen Klima. Im Winter ist es meist sehr niederschlagsreich und kalt und im Sommer sehr niederschlagsarm und warm. Auf unserer Tour im Juni 2011 im westlichen Teil Mazedoniens erlebten wir Tagestemperaturen um 25 Grad, wobei es täglich kurz einmal regnete und leichte Westwinde.

Preisniveau:
Das Preisniveau ist tief. So bezahlten wir z.B. für ein Mittagessen bestehend aus 2 Lasagne, 1 Griechischen Salat (riesig!) und 2 Getränken ca. CHF 8.00. Eine Uebernachtung in einem 3 Sterne Hotel in der Stadt Ohird kostete uns inkl. Frühstück CHF 30.00.

Sprache:
Hauptsprache ist mazedonisch, daneben wird teilweise auch albanisch gesprochen. Auf unserer Tour machten wir die Erfahrung, dass nur wenige Menschen sich mit uns unterhalten konnten. Vereinzelt trafen wir jedoch auf Menschen, welche für einige Jahr im Ausland lebten und so etwas Englisch sprechen konnten. In Mazedonien gilt das kyrillische Alphabet.

Radfahren:
Die Strassen: Die grossen Hauptstrassen sind sehr gut asphaltiert, die kleinen Nebenstrassen jedoch selten. Die 2 spurige Autobahn zwischen Tetovo und Gostivar war ohne Seitenstreifen; durch den höchst mittelmässig starken Verkehr kam es aber nie zu heiklen Ueberholmannövern. Autofahrer und Polizei dulden Fahrradfahrer auf diesem Streckenabschnitt der Autobahn. Die schöne Hauptstrasse 409 bzw. 418 zwischen Gostivar und Struga im Westen Mazedoniens haben öfters Schlaglöcher und Spuren von Steinschlägen, trotzdem ist die Strasse gut fahrbar.
Der Verkehr: Auf unserer Route war das Verkehrsaufkommen mässig. Auch wenn man nicht immer alle Ueberholmannöver zwischen den Motorfahrzeugen nachvollziehen kann, uns Fahrradfahrern gegenüber empfanden wir den Fahrstil stets als angenehm und sicher.

Camping / Zimmer
Campingplätze entdeckten wir nur in den Nationalparks sowie bei den Seen. Unser "Campingplatz" am Mavrovo See war eine schöne grüne Wiese direkt am See gehörend zu einem Hotel (Kosten ca. CHF 12.00). Wild campen mussten wir nie, ist aber von der landschaftlichen Beschaffenheit gut möglich.

Mazedonien aus meiner Sicht:
Mazedonien ist touristisch noch wenig bekannt. Gerade dies war für uns ein Grund dieses Land "jetzt noch" zu besichtigen. Denn trotz vielerlei Problemen ist ein Aufbruch zu spüren. Vor allem der Westen des Landes ist mit seinen Seen, Gebirgen und 3 Nationalparks landschaftlich sehr reizvoll. Die Menschen wirken ev. hie und da etwas zurückhaltend, "man stellt keine privaten Fragen", trotzdem erlebten wir als Gäste in 2 Restaurants ihr Gastfreundschaft, als uns z.B. ein Dessert oder ein Willkommens-Getränk offeriert wurden... Obwohl wir regelmässig Häuser und Wohngebiete sahen, die kaum würdig sind so genannt zu werden, ist es auch augenfällig, dass viele neue, sehr grosszügige Einfamilienhäuser, Restaurants und Gewerbegebäude am entstehen sind und bereits entstanden sind. Während sich einige Bauern nur mit dem Pferdewagen fortbewegen, konnten sich einige immerhin ältere Volvo und Mercedes Modelle leisten und wiederum andere fahren bereits mit günstigeren Neuwagen durch die Strassen. Dieser ganze Kontrast fasziniert! 

Anforderungen:
Mazedonien ist zumindest im sehenswerten Westen gebirgig, da scheint eine gewisse Kondition von Vorteil.

Persönliche Bewertung:
Mazedoniens Westen hat landschaftlich schöne Routen zu bieten. Im Rahmen einer Südosteuropa-Tour ist dieses Gebiet kulturell wie landschaftlich zu empfehlen!