Griechenland

Biker Infos

Allgemeines:
Griechenland liegt in Südosteuropa und grenzt im Norden an Albanien (282 km), Mazedonien (228 km) und Bulgarien (494 km) sowie im Osten an die Türkei (206 km). Etwa 20% des Landes verteilt sich auf über 3000 Inseln, von denen 87 bewohnt sind. Trotz seines maritimen Charakters wird Griechenland mit einem Gebirgsanteil von gegen 78% als Gebirgsland eingestuft. Zentrale Gebirgszüge auf dem Festland sind das Pindos Gebirge, der Olymp-Ossa-Pillon, sowie das Rhodope Gebirge. Höchste Erhebung des Landes ist der Mytikas mit 2917m.ü.M. im Gebirgsstock des Olymp. Die Insel Gavdos im Libyschen Meer ist der südlichste Punkt des Landes und gilt zudem geographisch als südlichster Punkt Europas. In Griechenland gilt das kyrillische Alphabet.

Klima /Wetter:
Griechenland hat überwiegend mediterranes Klima mit trocken-heissen Sommern. Auf unserer Tour Ende Juni 2011 erlebten wir im Verlaufe des Nachmittages jeweils Temperaturen bis 35 Grad, noch etwas drückender wirds dann im Flachland zwischen Edessa und Thessaloniki Trotzdem wars bedeutend angenehmer zum Fahren als z.B. noch in Sizilien...

Währung / Preisniveau:
Griechenland ist Euro-Land. Die Kosten für die Hotelübernachtung in Konitsa betrugen 40 Euro/Nacht. Griechenland war auf dieser Tour klar das teuerste Land.

Radfahren in Nord-Griechenland:
Die Strassen im Norden Griechenlands sind asphaltiert und vorwiegend in gutem Zustand. Mit Ausnahme der Ballungsgebiete rund um die Grossstädte (z.B. zwischen Giannitsa und Thessaloniki) erlebten wir auf unserer Tour eher geringes Verkehrsaufkommen. Besonders auf der schönen Route zwischen Konitsa und Neapoli (100 km) waren wir praktisch alleine auf den Strassen unterwegs. Die Region im Norden ist realtiv hügelig und ähnelt sich derweilen auch etwas. Abwechslung bringen da einige Seen sowie natürlich das Meer bei Thessaloniki. Etwas eintönig und ohne besondere landschaftliche Reize ist das Flachland ab Edessa bis Thessaloniki.

Camping / Hotel

Der Norden Griechenlands ist reich an freien Feldern, weshalb wildes campen gut möglich ist. Je nach Gebiet muss aber auch nachts mit (zahmen) streunenden Hunden gerechnet werden. Achtung aber vor Schlangen in den Wiesen! Ein Campingschild sahen wir ca. 40 km nach Konitsa, sonst beobachteten wir keine Campingplätze. Für die geplanten Ruhetage in Konitsa und in Thessaloniki nahmen wir ein Hotel.

Bei der Routenplanung zu berücksichtigen:
- Route Konitsa - Neapoli (Verzweigung nach Kastoria oder Kozani)
- Seenlandschaft ( z.B. Vegoritis See)
- Wasserfälle bei Edessa

Der Norden Griechenlands aus meiner Sicht:
Die Routenwahl durch den Norden Griechenlands war ehrlich gesagt in meiner Planung eher Mittel zum Zweck, da der Rückflug aus Thessaloniki zu erfolgen hatte. Auch unsere Strassenkarte liess nicht grosse Hoffnungen auf Highlights oder ausgesprochen schöne Landschaften zu. Doch nachträglich müssen wir gestehen, dass uns der Norden Griechenlands positiv überrascht hat. In welchen europäischen Ländern kann man 100 km durch einsame Landschaften mit kaum Verkehr fahren wie hier zwischen Konitsa und Neapoli? Hätte es Rehe, Elche und Bären entlang den Strassen gehabt hätten wir uns wohl wie in Teilen Kanadas gefühlt. Auch die nördlichste Querstrasse (Fernverkehrsstrasse 2) von Korce in Albanien herkommend bis Edessa oder auch andere Strassen in hügeliger Landschaft zählen zu den landschaftlich schönen Routen Nord-Griechenlands. Ein Highlight waren zudem das schöne Städtchen Konitsa nahe der albanischen Grenze oder auch die Landschaft beim Vegoritis-See, wo wir den schönsten wild Campingplatz fanden und ein kühlendes Bad geniessen durften. Hübsch waren dazu einzelne Dörfer mit typisch griechischen Häusern und der letzte Plus-Punkt: Weit und breit kein Tourismus! Im Gegensatz zu den touristischen Inseln Griechenlands erlebt man auf einer Tour im Norden entsprechend wie die Griechen wirklich leben.

Anforderungen:
Je nachdem welche Routen man auswählt kann es schon mal recht hügelig werden, belohnt wird man dafür mit ruhigen und grünen Landschaften.

Persönliche Bewertung:
Eine Tour bloss im Norden Griechenlands würde ich nicht empfehlen, aber als Teil einer Tour durch mehrere Länder eine durchaus gute Variante.