Belgien

Biker Infos

Allgemeines:
Das Königreich Belgien liegt an der Nordsee (ca. 72 km Küste) und grenzt im Norden an die Niederlanden, im Osten an Deutschland und Luxemburg und im Süden an Frankreich. Grundsätzlich wird das Land nebst der Hauptstadt Brüssel in 2 Regionen unterteilt: In der flämischen Region im Norden wird niederländisch (flämisch) gesprochen, in der wallonischen Region im Süden französisch und ein kleines Gebiet in der Region Eupen (Wallonie) spricht deutsch. Mit Ausnahme vom Bergland der Ardennen im Südosten ist Belgien weitgehend eben. Die höchste Erhebung des Landes ist der "Signal de Botrange" mit 694 m.ü.M. und liegt im Naturpark Hohes Venn in den Ardennen. Als Währung gilt in Belgien der Euro.

Da meine Tour ausschliesslich durch die Ardennen führte, beziehen sich die folgenden Angaben ausschliesslich auf diese Region.

Die Landschaft der Ardennen:
Die Ardennenn befinden sich vorwiegend im Südosten Belgiens, aber auch in Luxemburg (Gebiet Oesling) sowie im französischen Staatsgebiet (Dep. Ardennes). Die Ardennen sind ein ausgedehntes Waldgebirge, welches im Osten und Süden eher einem rauhen Bergland gleicht und im Westen und Norden langsam abflachen. Im Osten gehen die Ardennen ohne deutliche geologische Grenze in die "Eifel" über. Die Hochfläche "Hohes Venn" kann entsprechend beiden zugerechnet werden. Das Gebirgsplateau liegt im Nordosten auf über 500 m.ü.M., südwestlich und südöstlich der Ortschaft Namur jedoch nur noch bei 200 m bis 250 m.ü.M. Zwischen diesen Plateaus gibt es eine Reihe von kleineren Becken, aber auch Flusstäler, die oft zu den bekannten langgezogenen Steigungen (mit anschl. Abfahrten) führen.

Klima:
Der Atlantik bestimmt Belgiens Wetter. Es herrschen deshalb mässig warme Sommer und milde Winter. Die regenreichsten Monate sind angeblich die Monate Juli und August, wobei die Niederschläge in den kühleren Ardennen deutlich höher sind.  Auf meiner Tour Anfangs April herrschten noch kühle Nächte (ca. 3 - 5 Grad) und kühle Winde aus Westen.

Radfahren:
Die Ardennen sind anstrengendes Touren-Terrain, auch wenn der höchste Punkt bloss auf 694 m.ü.M. liegt. Weil besonders die kleinen Nebenstrassen immer wieder (kurz) aber recht steil ansteigen, kann man je nach Tagesform durchaus in Versuchung kommen, mal auf die etwas grösseren Strassen auszuweichen, hügelig bleibts aber trotzdem. Zwischen den grünen menschenleeren Weide- Wald- und Hügellandschaften kommen immer wieder kleinere Bauerndörfer oder touristische Städtchen, welche zum Verweilen einladen. Die Ueberholmannöver der Automobilisten waren durchwegs angenehm. Auf die Benutzung von Radwegen verzichtete ich.

Camping / Jugendherbergen
In den Ardennen wie auch an der Küste gibt es eine Vielzahl von Campingplätzen. Wildes campen ist nur auf privatem Grundstück und mit Erlaubnis des Besitzers gestattet.

Bei der Routenplanung zu berücksichtigen:
- Rochehaut mit Blick auf die 180 Grad drehende Semois
- Grotte bei Han-sur-Lesse (Achtung: Oeffnungszeiten abklären)
- Ortschaften La Roche en Ardenne, Dinant, Namur
- Naturpark Hohes Venn

Die belgischen Ardennen aus meiner Sicht:
Für Tourenradler kein Muss, aber für einen Kurz-Urlaub by Bike durchaus geeignet.

Anforderungen:
Ohne gute Kondition machen die Ardennen weder Sinn noch Spass.

Persönliche Bewertung:
Für Tages-Touren oder als Teil einer grösseren Tour durchaus empfehlenswert!